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Rezension zum Buch:
Ein König für Deutschland

Autor: Andreas Eschbach

Ein König für Deutschland
TitelEin König für Deutschland 
Autor Andreas Eschbach
Seiten488 
VerlagBastei Lübbe 
erschienen2009 
ISBN978-3-404-16018-1 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch habe ich mal wieder bei einer Sonderaktion gefunden. Als Mängelexemplar kam es zu mir.

Über dieses Buch.

Die Hauptpersonen des Buches sind Vincent, ein Programmierer in den USA, der wegen einer Computerstraftat verurteilt wurde und nun wieder auf freiem Fuß ist. Er heuert bei einer Computerfirma an und arbeitet dort als Programmierer. Seine Mutter ist recht rastlos und zieht sehr häufig um, da sie immer wieder ihren neuen Liebschaften folgt. Sein Vater, Simon König, ist ein recht biederer Lehrer in Deutschland. Ihn hat er aber bisher noch nie gesehen. Er pflegt mit ihm lediglich einen lockeren Briefwechsel. Dazu gesellt sich noch Alex, ein wohlhabender Veranstalter von Rollenspielen. Aber wie kommen die Personen zusammen?
Vincent bekommt durch die Chefin der Firma Kontakt zu einem Abgeordneten. Dieser möchte von Vincent eine Art Machbarkeitsanalyse erstellt haben, wie man die Wahlautomaten manipulieren könnte. Als Bergündung führt der Abgeordnete an, dass man sich so besser gegen etwaige Manipulationsversuche wappnen könne. Dazu arbeitet Vincent an einem Prototypen und erstellt das gewünschte Programm, mit dem sich das Ergebnis einer Wahl beeinflussen lässt. Nach dem abenteuerlichen Ausgang der Präsidentenwahl in den USA beschleicht Vincent der Verdacht, das sein Programm entgegen aller Beteuerungen angewendet wurde. Etwas später wird er vom Partner seiner Chefin, Zantini, quasi unter Hausarrest gestellt. Er soll ein Manipulationsprogramm für die europäischen Wahlautomaten erstellen. Vincent kann jedoch entkommen und flieht. Zuvor konnte er aber noch eine CD mit dem Programm an seinen Vater nach Deutschland schicken.
In Deutschland erhält Simon die CD um sie wenig später an Zantini aushändigen, der mit der Software Wahlergebnisse verkaufen möchte. Alex ist ein Bekannter von Vincent und kümmert sich um Simon. Sie erfahren über Umwege, dass die Software so gestaltet ist, dass eine Partei mit einer bestimmten Buchstabenfolge automaisch gewinnt. Alex und Simon beschliessen daher, zusammen mit einigen anderen Eingeweihten eine Partei mit eben diesem Kürzel zu gründen, um die Öffentlichkeit vor den Gefahren der Wahlautomaten zu warnen. So treten sie eine Entwicklung los, die beinahe nicht mehr unter Kontrolle bekommen.

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Buchkritik.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist der Autor recht vielseitig. So ist auch dies ein Roman, der sich sehr gut lesen lässt und dazu noch spannend ist. Der Autor beschreibt eindringlich, auf welch wackeligen Füßen eine Demokratie stehen kann, wenn die Wahlen nicht gewissen Anforderungen genügen. Wahlen dürfen nicht manipulierbar sein. Dies macht er an einem fiktiven Beispiel deutlich. So gesehen ist der Roman nicht nur Unterhaltung, er will auch den Bürger aufrütteln vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Zudem sollen wichtige Funktionen zur Mehrheitsbildung nicht den Computern überlassen werden. Alles in Allem ein unterhaltsamer Roman, der allerdings auch zum Nachdenken anregt. Von der Erzählweise her kenne ich von Eschbach allerdings schon bessere Werke. Daher bin ich mir nicht so ganz im Klaren, wieviele Punkte ich in diesem Fall geben soll. Ich denke aber, das Buch ist mit 6 Punkten treffend bewertet.

Lan (1/2015)

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